Wiener
Konzert­haus

Das Wiener Konzerthaus genießt als Veranstaltungsort einen einzigartigen Ruf,
 der sich auf drei Verdienste gründet: Sich mit der Tradition lebendig
auseinanderzusetzen, durch ein mutiges Programmangebot neue Publikumsschichten
zu erschließen und offen zu sein für neue Entwicklungen. Diese Tugenden
begleiten das Konzerthaus seit seinen Anfängen.

Von Anfang an standen kultureller Zweck und künstlerische Mission des Wiener 
Konzerthauses fest: »Eine Stätte zu sein für die Pflege edler Musik, ein
 Sammelpunkt künstlerischer Bestrebungen, ein Haus für die Musik und ein Haus 
für Wien.« In diesem Geiste wurde das Konzerthaus am 19. Oktober 1913 unter
 der Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. mit einem feierlichen Konzert
 eröffnet. Richard Strauss schuf für diesen Anlass sein »Festliches Präludium
op. 61«, anschließend erklang Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie. Diese
 Programmzusammenstellung – ein zeitgenössisches Werk und ein Meisterwerk der
Vergangenheit – sollte für das Wiener Konzerthaus beispielgebend werden:
 Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude sind bis heute die tragenden
Säulen der musikalischen Welt des Konzerthauses, bilden seine künstlerische
Identität.

Alte Musik, Jazz und Neue Musik zählen seitdem zu inhaltlichen Schwerpunkten
des Konzerthauses und ergänzen seinen künstlerischen Kernbereich – die
klassische Musik in der Fülle ihrer Tradition.